Mogilev

Mogilev ist eine Stadt in Weißrussland (Belarus) mit rund 370.000 Einwohnern . Mogilev liegt im Osten von Weißrussland am Dnepr nahe an der Grenze zu Russland. Sie ist Sitz der Verwaltung des Bezirkes Mogilev. Industriestadt (Maschinenbau, Chemiefaser-, Leicht-, Nahrungsmittelindustrie), Eisenbahnknoten, Hafenstadt und kultureller Mittelpunkt des Gebietes mit Hochschulen, Theater und Baudenkmälern.

Wer sich mit Mogilev auseinandersetzt, hat zunächst ein Problem mit den vielen verschiedenen Schreibweisen des Stadtnamens. Die alte russische Stadt hat einen russischen (Могилёв/Mogiljow) und einen weißrussischen Namen (Магілёў/Mahilioŭ) – Amtsprache in Belarus ist als erstes Weißrussisch – die zweite Amtssprache ist Russisch. Auf der Webseite der Botschaft der Republik Belarus wird der Name als Mogiljow übersetzt – also eine Transkription aus dem Russischen Namen genutzt. In Wikipedia findet man die wohl auf dem weißrussischen basierende Bennennung Mahiljou und den Verweis auf eine alte deutsche Schreibweise – Mogilew. Als englische Übersetzung wir Mogilev angegeben – und so wiederum ist auch die Homepage der Stadt Mogilev selbst benannt.

Um die Gründung von Mogilev ranken sich verschiedenste Legenden. Nach einer Geschichte soll der Gallische Fürst Lev Danilovich Mogiy im Jahr 1267 den bau einer Festung am Fluss Dnepr den Bau einer Burg veranlasst haben. Eine andere Legende weist den Grafen Lev Vladimirovich (Lev Moguchiy) als Namensgeber der Stadt aus. Durch den bekannten Dichter Yanka Kupala ist eine weitere Geschichte der Stadtgründung im Bewusstsein der Menschen – danach soll der Held Masheka nachdem er bei einem Aufstand gegen die Unterdrücker gestorben war, von seinen Weggefährten am Ufer des Dnjepr begraben worden sein. Yanka Kupala beschreibt seine Geschichte in dem Poem „Des Löwen Grab“.

Wie schon seit Menschengedenken, war die Region um das heutige Mogilev Spielball der Großmächte in der Region. Vor Stadtgründung gehörte das Gebiet zum Beispiel zur Kiewer Russ, Die Stadt Mogilev war Teil von Litauen, Polen, Russland, wurde immer wieder verschoben, erobert, vergeben. Seit 1991 gehört Mogilev zur Republik Belarus (Weißrussland). (siehe auch poezdka.de)

Große Bedeutung für die Katholische Kirche erlangte Mogilev im Jahr 1773. In diesem Jahr gründet Katharina die Große ein Bistum für das gesamte Russische Reich mit Sitz in Mogilev und ernannte es 10 Jahre später zum Erzbistum für ganz Russland. Damit wurde Mogilev zum wichtigsten Sitz der Katholischen Kirche in Russland. Das 1991 vereinigte Erzbistum Minsk-Mahiljou ist heute das römisch-katholische Erzbistum für Weißrussland – allerdings mit Sitz des Bischofs in Minsk.

Traurige Berühmtheit erlangte Mogilev im Oktober 1941, als die Nazibanden die jüdische Bevölkerung in systematischen Erschießungen ausrottete. Hier wurden auch die ersten Versuche zur Vergasung von Behinderten mit Autoabgasen durchgeführt, Versuche, die im Sinne der Mörder hervorragend verliefen. Erst 1944 wurde Mogilev befreit. Im Verlaufe der Gefechte um die Stadt wurde Mogilev allerdings schwer zerstört.

Heute ist Mogilev ein Industriezentrum und Verkehrsknoten im Osten von Weißrussland. An der landwirtschaftlichen Hochschule von Mogilev studierte der heutige Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko (Aljaksandr Ryhorawitsch Lukaschenka), dem eine große Verbundenheit zu dieser Stadt nachgesagt wird.

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Reisen nach Mogilev

Mogilev erreicht man am einfachsten mit der Eisenbahn aus Minsk. Bis hier - zum internationalen Flughafen Minsk 2 fliegen einige Fluggesellschaften wie Belavia, Lufthansa, Austrian Air oder die polnische LOT und die Tschechische Czech Air. Unterkunft findet man in einem Appartment in Weißrussland leichter als in einem Hotel.

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